Ein gedrehtes oder kopfstehendes Video korrigieren
27. Oktober 2026
Warum Videos quer stehen
Ein Handy nimmt ein Video nicht immer so auf, wie du es auf dem Bildschirm siehst. Viele Handys speichern das Bild in einer festen Richtung und fügen einen kleinen Vermerk hinzu, eine Ausrichtungs- oder Drehungsmarkierung, die sagt: „Drehe das beim Abspielen“. Manche Player befolgen den Vermerk und zeigen den Clip richtig an. Andere ignorieren ihn und zeigen den Clip auf der Seite liegend oder kopfüber. Deshalb kann ein Video auf deinem Handy richtig aussehen und auf einem Computer, in einer Messenger-App oder auf einer Website gedreht erscheinen.
Dasselbe passiert, wenn das Handy im Moment des Aufnahmestarts in einer ungewöhnlichen Position gehalten wird oder wenn eine App ein Video exportiert und die Ausrichtungsinformation verliert.
Drehen oder spiegeln: zwei verschiedene Korrekturen
- Drehen dreht das ganze Bild um 90 oder 180 Grad. Nutze es, wenn das Video auf der Seite liegt oder kopfsteht.
- Spiegeln spiegelt das Bild, von links nach rechts oder von oben nach unten. Nutze es, wenn das Bild ein Spiegelbild ist, zum Beispiel wenn Text nach dem Filmen mit der Frontkamera verkehrt erscheint.
Ein Spiegelbild lässt sich nicht durch Drehen korrigieren, und ein quer stehendes Bild nicht durch Spiegeln. Es hilft also, zuerst zu erkennen, welches Problem du hast.
Welche Drehung brauchst du?
- Zeigt die Oberkante des Bildes nach links, drehe es 90 Grad nach rechts.
- Zeigt die Oberkante nach rechts, drehe es 90 Grad nach links.
- Steht das Bild auf dem Kopf, drehe es um 180 Grad.
Schritt für Schritt
- Öffne den Video-Dreher und lade den Clip hoch.
- Wähle 90° nach links, 90° nach rechts oder 180° drehen und lade das Ergebnis herunter.
- Ist das Bild zusätzlich gespiegelt, schicke das Ergebnis durch den Video-Spiegler und wähle horizontal.
- Spiele die fertige Datei in einem anderen Player ab als dem, in dem du das Problem gesehen hast, um sicherzugehen, dass sie überall stimmt.
Das Werkzeug schreibt die Drehung ins Bild selbst, sodass das Video überall richtig herum abgespielt wird, nicht nur in Playern, die den Ausrichtungsvermerk lesen. Die Tonspur wird unverändert kopiert, und nur das Bild wird gedreht. Da das Bild erneut verarbeitet werden muss, wird das Video in einer Qualität kodiert, die dem Original nahekommt, und es dauert etwas länger als ein einfaches Kürzen.
Denke daran, dass sich die Form ändert
Nach einer 90-Grad-Drehung wird ein Hochformat-Clip zum Querformat und umgekehrt. Wolltest du am Ende doch einen Hochformat-Clip für soziale Netzwerke, siehe unsere Anleitung zum Erstellen eines Hochformat-Videos.
So vermeidest du das Problem beim nächsten Mal
- Halte das Handy ruhig in der gewünschten Ausrichtung, bevor du die Aufnahme startest.
- Vermeide es, das Handy beim Start senkrecht nach oben oder unten zu richten, denn dann rät es die Ausrichtung am ehesten falsch.
- Hat dein Handy eine Drehsperre, nutze sie, damit sich der Bildschirm während der Aufnahme nicht ändert.
- Prüfe die ersten Sekunden des Clips, bevor du weitermachst.
Brauchst du nur einen Teil des Clips, schneide ihn mit dem Video-Kürzer heraus, und um die Datei vor dem Teilen zu verkleinern, nutze den Video-Komprimierer. Alles läuft in deinem Browser, dein Video wird also nie auf einen Server hochgeladen.
Häufig gestellte Fragen
Warum sieht mein Video auf dem Handy richtig aus, anderswo aber quer?
Viele Handys fügen der Datei einen Ausrichtungsvermerk hinzu, und manche Player befolgen ihn, andere ignorieren ihn. Schreibst du die Drehung ins Bild, stimmt es überall.
Beeinflusst das Drehen den Ton?
Nein. Die Tonspur wird unverändert kopiert, und nur das Bild wird gedreht.
Verliere ich beim Drehen Qualität?
Das Video wird erneut in einer Qualität verarbeitet, die dem Original nahekommt, ein Unterschied ist praktisch unsichtbar.
